Zukunftswerkstatt
In der Zukunftswerkstatt werden die Themen angegangen, die für die Zukunft Ruppendorfs von großer Bedeutung sind – von der Stärkung der Gemeinschaft über den Schutz von Natur und Landschaft bis hin zu Bauprojekten und digitaler Entwicklung. Ein offener Tisch. Echte Projekte.
Vom Ortsbeirat initiiert – aber offen für jeden. Einwohner, Fachleute und Partner treffen sich regelmäßig, um aus Ideen Vorhaben zu machen. Externe Experten werden zur Beratung eingeladen, Erfahrungen aus anderen Orten fließen direkt ein. Keine Absichtserklärungen – sondern Projekte mit klarem Status und messbarem Fortschritt.
Was ist die Zukunftswerkstatt?
Die Zukunftswerkstatt wurde vom Ortsbeirat Ruppendorf ins Leben gerufen, um die Themen anzugehen, die für die Zukunft des Dorfes von großer Bedeutung sind. Sie ist kein Gremium hinter verschlossenen Türen – sondern ein offenes Format, bei dem jeder Einwohner mitmachen, Ideen einbringen und Projekte aktiv mitgestalten kann.
In regelmäßigen Treffen werden konkrete Vorhaben entwickelt und vorangetrieben. Externe Fachleute werden gezielt zur Beratung eingeladen, Erfahrungen aus anderen Orten – wie zuletzt aus Gohrisch – fließen direkt in die Arbeit ein. Der Ortsbeirat moderiert den Prozess und sorgt dafür, dass aus Ideen echte Projekte mit klarem Status und messbarem Fortschritt werden.
Alle Projekte auf einen Blick
Acht Projekte, fünf Themenfelder, ein Ziel: Ruppendorf lebenswert zu halten und weiterzuentwickeln. Klappe ein Projekt auf, um Details, Hintergründe und den aktuellen Stand zu sehen.
APUS Systems
Gemeinde Klingenberg
AG Ortschronik RuppendorfPartner
Aktuell in Phase 1: Vorbereitung der Digitalisierung historischer Unterlagen und Vorbereitung der Georadar-Befahrung des Wasserburg-Areals durch die HTW Dresden. Alle digitalisierten Objekte werden dauerhaft in der SLUB sowie in europäischen Forschungsdatenbanken hinterlegt.
Neue Erkenntnisse über Burg, Burggraben und Siedlungsgeschichte werden in Vorträgen und in Buchform veröffentlicht und stehen allen Einwohnern offen.
ECHOES
Gemeinde Klingenberg
AG Ortschronik RuppendorfPartner
Was dieses Projekt besonders macht: Eine Wasserburg aus dem Jahr 1349 wird für ein kleines Dorf mit rund 700 Einwohnern digital zum Leben erweckt – auf einem Niveau, das sonst großen Städten und gut finanzierten Kulturprojekten vorbehalten ist. Ruppendorf zeigt, dass historisches Erbe und digitale Innovation auch im kleinen Maßstab möglich sind.
Per QR-Code direkt am Burggelände können Besucher die Ruine in den Zeitschnitten 1500, 1600, 1839 und 2024 als interaktives 3D-Modell erleben – inklusive zweier rekonstruierter Innenräume, ohne App-Download, direkt im Browser.
Time Machine
Ortsbeirat RuppendorfPartner
Kernbefund: Ruppendorf ist ein Zuzugsdorf für junge Familien. Die Geburtenrate liegt doppelt so hoch wie der Landkreisdurchschnitt. Auf dieser Datenbasis entsteht die Dorfentwicklungsmappe als strategische Grundlage für die nächsten 15 Jahre.
Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, die den Rückgang der Einwohnerzahlen minimieren und eine langfristig positive Entwicklung für Ruppendorf sichern. Die fünf Handlungsfelder des Aktionsplans:
01 Bindung – Dorfkaffee, Jugendbeirat, Ehrenamt-Kultur, Jahresdorf-Rituale
02 Rückholung – Ehemaligen-Kanal, Heimkehrer-Runde, Newsletter
03 Zuzug – Website, Willkommenspaket, Patenschaft
04 Altern in Würde – Nachbarschaftshilfe, Fahrdienst, 2030 bereit
05 Hebel nach außen – LEADER, Wettbewerb, Medienarbeit
Inhalte: Flyer aller Ruppendorfer Vereine, persönliche Ansprechpartner aus dem Ortsbeirat, Gutscheine lokaler Angebote. Zielgruppe: junge Familien und Neuzugezogene.
Ehemalige Ruppendorfer werden über WhatsApp-Kanal, Website und soziale Medien eingebunden – fast alle ehemaligen Einwohner sind heute digital mit der Heimat verbunden.
Vertreter aus Polen sprachen Ruppendorf nach dem Sachsen-Sieg in Hoyerswerda 2025 aktiv an. Seitdem besteht aktiver Schriftverkehr. Am 24. Mai 2026 reisen Ortsbeirat und Feuerwehr gemeinsam nach Bielawa Dolna – Treffen mit Einwohnern beim lokalen Dorffest.
Ziel: kultureller Austausch, gemeinsame Projekte und Begegnungen zwischen den Menschen beider Dörfer über Grenzen hinweg.
Standort: Freifläche am Wasserburg-Areal – entstanden durch den Abriss des ehemaligen Vorwerks, direkt neben dem geplanten multifunktionalen Parkplatz. Geplante Nutzflächen: Versammlungsraum, Küche, Saal bis 150 Personen, Vereinsräume, kleines Dorfmuseum, Lagerraum, Außenbereich.
Hintergrund: Das bisherige Vereinshaus (ehemaliger Jugendclub) fasst nur 35 Personen und ist nicht barrierefrei. Die Dorfgaststätte hat geschlossen. Das neue Vereinsheim wird zur dauerhaften Heimat für Feste, Vereine und das Gemeinschaftsleben.
Geplante Maßnahmen: Sanierung des Teiches (mögliche Erweiterung in Anlehnung an den historischen Burggraben), Wegebau, Sportgeräte, Bepflanzung mit einheimischen Sträuchern und Bäumen, Sitzmöglichkeiten. Nächster Schritt: Erstellung konkreter Planungsunterlagen mit Visualisierung.
Zur Finanzierung wird das Preisgeld aus dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ (12.000 €) eingesetzt.
Bereits erreicht: 3D-Modellierung aller Abflussbahnen in der Ruppendorfer Flur, konkrete Lösungsvorschläge für den Mühlgrabenbereich, Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens durch die Gemeinde. Geplante Maßnahmen: Hecken, Grünstreifen, Mulden, Gräben, Staue in Steillagen, Renaturierung.
Exkursion 23. April 2026: Besuch in Gohrisch (Osterzgebirge) – dort wurden vergleichbare Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt. Erkenntnisse fließen direkt in die Ruppendorfer Planung ein.
Termine & Veranstaltungen
Alle Treffen der Zukunftswerkstatt sind öffentlich. Neue Termine werden hier bekannt gegeben – schau regelmäßig vorbei.
Mitmachen in der Zukunftswerkstatt
Die Zukunftswerkstatt lebt vom Engagement aller. Ob Idee, Fachwissen, Erfahrung aus anderen Orten oder einfach Neugier – jeder Beitrag zählt. Der Ortsbeirat lädt herzlich ein.